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VENUSTRANSIT IN ISLAND?!
WEITES LAND (03.06.04)
GRÜNE STADT (04.06.04)
BUNTE NATUR (05.06.04)
SILBERNER FJORD (06.06.04)
HILFREICHE COMPUTER (07.06.04)
VENUSTRANSIT IN ISLAND! (08.06.04)
PRACHTVOLLE PFERDE (09.06.04)
WINZIGE ORTE (10.06.04)

REISEBERICHT 2003 (MIT SONNENFINSTERNIS)
WEITES LAND (03.06.04)



Was Sie da ganz leise im Hintergrund hören, ist der Wind in der Wüste Möðrudalsöræfi, die im Nordosten Islands gelegen ist.


Fahrtroute 03.06.04
Fahrtroute am 03.06.04 (gelbe Punktierung) und Aufenthalte (dicke gelbe Punkte).
Bitte klicken Sie auf die Karte, um diese in Originalgröße in einem separaten Fenster anzuschauen.


Bei Sonnenschein und bereits halb acht morgens 10 Grad Wärme läuft die Fähre Norrøna in den Hafen von Seyðisfjörður ein. Nachdem die Zollkontrolle, die heute erstaunlich flott abläuft, passiert ist, steht erst einmal der Besuch einer örtlichen Bank zwecks Geldwechsel an. Das Eintauschen von Euro in Isländische Kronen ist bei einem Kurs von etwa 1 : 85 zumindest optisch mit einer bedeutenden Geldvermehrung verbunden. Die junge Frau am Schalter türmt zunächst einen kleinen Berg von 500ern und 1000ern auf, dann schlägt sie aber selber vor, mir größere Scheine zu geben. Auf der Ausgabenseite kommt man aber auch mit einem 5000er nicht viel weiter als eine Tankfüllung ....

Ankunft in Island
Kurz vor der Ankunft in Seyðisfjörður

Als nächstes besuche ich die neue Tourist-Information; sie ist genauso gut sortiert wie ihre Vorgängerin auf der anderen Seite des Hafenbeckens, aber bedeutend großzügiger und einladender gestaltet. Ich erwerbe das in meiner Sammlung noch fehlende Blatt 3 der neuen 1:250000 Landkarten-Edition. Ob es in Seyðisfjörður inzwischen einen Internet-Zugang geben mag? In dem netten Café im Ortszentrum, das zugleich ein (niveauvoller!) Souvenirshop ist, sitzt die Besitzerin vor einem PC. Ich frage, ob der Zugang öffentlich sei; sie verneint, aber selbstverständlich dürfe ich meine e-mails abfragen. Das mache ich dann auch, es gibt ein paar Mails aus dem Büro; jetzt buchen schon Leute aus Finnland ihre Formel 1-Tickets bei uns - wie hat Angela das denn geschafft?

Einem geschenkten Gaul oder Internetzugang schaut man nicht ins Maul, aber die Höflichkeit gebietet es, zumindest ein kleines Croissant zu kaufen. Die Nachtrezeptionistin vom Schiff hat es auch hierhin verschlagen; sie will einen isländischen Schafwoll-Pullover erwerben. Sie kommt von den Färøern, und da gibt es die besten Schafwoll-Pullis an jeder Ecke zu kaufen (meiner ist auch von da). Aber es sind vor allem die anderen Muster, die es ihr angetan haben. Hm, für mich sehen die Muster alle ziemlich ähnlich aus. Mir fällt allerdings auf, wie weich die hier verwendete Wolle im Unterschied zu der extrem harten, öligen Wolle der färöischen Produkte ist.

Nachdem ich mich mit dem Versprechen, in 3 Wochen wieder vorbei zu schauen, bei den netten Ladeninhabern verabschiedet habe, fahre ich endlich Richtung Egilsstaðir. Auf der Farðarheiði halte ich kurz an und genieße das fantastische Panorama. Obwohl ich es schon so oft gesehen habe, ist es immer wieder eindrucksvoll.

Blick auf den Sn&aeling;fell
Die Ebene des Lagarfljót und der Vulkan Snæfell

Erste Anlaufstation in Egilsstaðir ist wie immer die Tourist-Information am Zeltplatz. Dort treffe ich auf ein bekanntes Gesicht. Soffia muss in dem Laden sozusagen aufgewachsen sein, sie ist vielleicht Anfang 20 und schon seit zig Jahren dort. Weiter geht es zum Supermarkt, die ersten Zimtschnecken einkaufen; leider haben sie nur die harten, keksartigen; das höhere Suchtpotential haben die weichen teilchenartigen (nicht wahr, Tanja?!).

Die Strecke nach Akureyri ist inzwischen fast durchgehend aphaltiert. Auch wenn man sich an das Tempolimit von 90 km/h hält, sind es nur etwa 3 Stunden reine Fahrzeit. Der größte Teil der Strecke führt über kahle Hochebenen. Das Island-Klischee von "Feuer und Eis" ist zwar weit verbreitet; die vorherrschende Landschaftsform in Island sind jedoch wüstenartige Formationen, teils natürlich entstanden, teils Folge von Überweidung und Erosion. Was wohl jeden Erstbesucher zusätzlich überrascht, ist die endlose Weite der isländischen Landschaft, die eher an Arizona als an Norwegen erinnert.

Weites Land
Weiter Blick über die schwarze Wüste Möðrudalsöræfi bis zur Askja

Video (mp4, 2.3mb): In der Schwarzen Wüste

Weites Land - und am Horizont die Berge. Doch an der Hrossaborg gibt es einen tiefen Horizont von Norden bis Süden, dazu ein ausgeprägtes leeseitiges Trockenklima und endlos viel Platz, um Geräte aufzubauen - hier ist er, der perfekte Beobachtungsplatz für den Venustransit 2012. Ich mache ein paar Fotos, drehe ein Panorama-Video.
Dankbar für die Videofunktion (die auch eine Tonaufzeichnung beinhaltet) ist natürlich alles, was sich bewegt und Geräusche von sich gibt, z.B. die Fumarolen und Solfataren am Námafjall oder der Goðafoss, bekannte Touristenattraktionen direkt an der Ringstraße.

Am Námafjall
Wolken vom Himmel und aus der Erde: am Námafjall

Nachdem der Spieltrieb weitgehend befriedigt ist und die Akkus leer sind, treibt mich der Hunger nach Akureyri. Vor der Einkehr im Bautinn melde ich mich aber noch kurz in der Jugendherberge bei Friðrik und nehme den Zimmerschlüssel in Empfang. In Akureyri scheint alles unverändert, sogar den uralten MAC im Café "Bláa Kannan" gibt es noch. Das Gerät hat schon fast nostalgischen Wert, aber surfen kann man damit so gut wie eh und je.

TEIL 2 DES REISEBERICHTES
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